Land Niedersachsen gibt grünes Licht für das Fabrikzentrum
Soltau hat das Rennen gemacht: In Soltau darf ein Factory Outlet Center (FOC) gebaut werden ! Das gaben am 03.02.2009 Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen und Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in Hannover bekannt.
{FOTO Designer Outlet Center Soltau}
Soltaus Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf dazu: "Ich gehe davon aus, daß der erste Spatenstich möglicherweise schon im diesem Sommer vorgenommen werden kann. Und wenn wir Glück haben, dann können wir zur Saison 2010 schon die Türen aufschließen. Daran werden wir jetzt arbeiten."
Den Zuschlag für Soltau begründete Ehlen damit, dass einerseits größtmöglicher Nutzen für die Tourismusregion Lünenburger Heide erzielt, andererseits aber mögliche Beeinträchtigungen innerstädtischer Einzelhandelsstrukturen im FOC-Einzugsbereich minimiert werden sollten. Für den Standort Soltau spreche insbesondere die räumliche Nähe zwischen dem geplanten Standort und der Innenstadt, was Kaufkraftrückflüsse vom FOC ins Stadtzentrum erwarten lasse.
Wie der Minister unterstrich, "haben wir den Weg für das Projekt freigemacht, um die touristische Entwicklung der gesamten Region positiv zu befruchten." Damit dies in möglichst verträglichen Maßen für den Einzelhandel ablaufe, "werden wir als oberste Planungsbehörde entsprechende Auflagen machen und in einem Vertrag zwischen Land, Stadt und Betreiber festschreiben. Wir wollten damit auch die mehr als 13jährige Diskussion zu diesem Thema versachlichen. Wichtig ist, daß wir die Chance, die das FOC der Region bietet, jetzt nutzen."
So ist die Größe des FOC auf 9.900 Quadratmeter begrenzt - ebenso wie die Fläche für die jeweiligen Sortimente, so beispielsweise 7.000 Quadratmeter für Bekleidung oder 1.500 Quadratmeter für Schuhe. Staatssekretär Ripke dazu: " Es müssen Markenhersteller sein, die ihre Ware - ausschließlich zweite Wahl oder Auslaufmodelle - anbieten. Und es muß sichergestellt sein, daß es keine Entwicklung hin zu einem Einzelhandelsobjekt gibt, damit die umliegenden Mittelzentren nicht beeinträchtigt werden."
Um den tourismusfördernden Effekt eines FOC zu unterstützen, "werden wir es mit dem öffentlichen Personennahverkehr verknüpfen", kündigte der Staatssekretär an, denn die Anbindung an die Innenstadt und die tiouristischen Highlights müsse sichergestellt sein: "Daran wird sich auch die Stadt Soltau beteiligen müssen."
Soltaus Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf zeigte sich zunächst einmal hocherfreut über das Ergebnis: Ein FOC bringe den Tourismus der gesamten Region voran und ermögliche eine saisonale Erweiterung. "Wir rechnen mit mehr als einer Million Besucher pro Jahr, wobei zehn Prozent in die Innenstadt kommen werden, die davon profitiert." Mit dem FOC seien Investitionen von rd. 35 Millionen EURO und ca. 400 neue Arbeitsplätze verbunden, wobei sich die Kostenbeteiligung der Stadt auf Infrastrukturmaßnahmen beschränke.
Die Investorin, Sylvie Mutschler, Geschäftsführerin der Mutschler-Gruppe mit Sitz in Ulm und Zürich, reagierte mit Erleichterung: "Dieses Projekt ist mit Sicherheit das Verrückteste, was wir je in unserer Firmengeschichte angegangen sind. Aber wir freuen uns natürlich sehr, daß sich all die Mühen und die Arbeit gelohnt haben und wir die Anforderungen des Raumordnungsverfahrens erfüllen konnten. Wir werden nun die nächsten Schritte gehen, um das Baugesuch vorzubereiten, zusammen mit GVA Grimley, unserem international renomierten Betreiber."
Hier noch einmal eine Zusammenfassung über die "unendliche Geschichte" des FOC Soltau..
Rechts finden Sie "Zum Thema" die Berichtserstattung zum FOC Soltau der regionalen und überregionalen Presse.