Soltau hat sich beim Wettbewerb "Kommunen für Familien in Bewegung" des niedersächsischen Familienpreises 2009, Sparte "Familienfreundliche Kommune", beworben - und den dritten Preis gewonnen.
{FOTO Quelle: Böhme Zeitung}
Wilhelm Ruhkopf lehnt sich stolz zurück. Wenn er an den Spielraum Soltau denkt, beginnt er zu lächeln. „Andere Kommunen haben so etwas Schönes nicht. Das fällt aus dem Rahmen und ist wirklich ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Soltau“, freut er sich. Das habe er auch bei der Preisverleihung des niedersächsischen Familienpreises gesehen. Ruhkopf zeigt die Urkunde: Einen 3. Platz hat die Böhmestadt erhalten, wird als „vorbildlich und familienfreundlich“ bezeichnet.
Doch auf diesen Erfolg, der immerhin 2.500 Euro Preisgeld eingebracht hat, wollen sich Ruhkopf und das Spielraum-Team der Stadt nicht ausruhen. Sie sehen es als Ansporn, weiterzumachen und dafür zu sorgen, dass bald „optisch mehr sichtbar ist“. Doch mindestens genauso wichtig für den Bürgermeister: „Es geht nicht nur um Sachen zum Anfassen, sondern auch um den Geist, der durch die Stadt weht“.
Auch eine erneute Bewerbung um den Familienpreis in einem Jahr kann Ruhkopf sich durchaus vorstellen. Diesmal war die Stadt zu der Ausgabe „Familien im Blick bei Freizeit, Sport und Kultur“ mit dem gesamten Spielraum-Konzept angetreten. Doch auch eine Bewerbung zu Teilaspekten könnte möglich sein. „Das Leitbild Spielraum ist dafür ein dankbares Thema“, ergänz Bauverwaltungsamtsleiter Andreas Witt.
Hörrohr an der Marktstraße, Zerrspiegel, optische Illusionen, Drehwürfel, die „gute Fee“ als Botschafterin der Stadt oder Führungen mit lebendig gewordenen Spielzeugfiguren – die bisherigen Ideen des Spielraums sind beliebt – und einzigartig. „Natürlich gibt es auch Sachen aus dem Katalog. Aber das bei uns wird alles individuell für Soltau gefertigt“, erklärt Ruhkopf.
Es habe sogar Vorschläge gegeben, die Ideen patentieren zu lassen und an andere Kommunen zu verkaufen. „Aber das gibt es nicht“, sagt der Bürgermeister. „Wir wollen nicht, dass es in drei, vier Städten das Gleiche wie bei uns gibt.“
Die weiteren Pläne für Spielobjekte hat die Stadt in der Schublade. Bei der Umgestaltung des Böhme-Parks zu einem Familienpark soll es außerdem einen „Spielplatz für Senioren“ geben. Und bei der Umgestaltung des Georges-Lemoine-Platzes sollen Spielfelder auf dem Boden markiert werden.
Quelle: Böhme-Zeitung