Freundlich lächelnd, in einem Smoking mit Fliege, heißt sie von jetzt an die Soltauer und ihre Gäste willkommen: die neue Begrüßungsfigur am Georges-Lemoine-Platz. Sie thront auf einem gut fünf Meter hohen Sockel und ist mit ihren knapp sieben Metern Gesamthöhe schon von weitem zu erkennen.
„Durch diese Figur ist der Spielraum Soltau als Alleinstellungsmerkmal der Stadt nicht mehr nur ein Schlagwort oder eine Worthülse. Hiermit wird der Spielraum nicht nur optisch wahrnehmbar, sondern auch anfassbar und erlebbar gemacht“, sagt Soltaus Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf. Denn mit Hilfe eines großen Steuerrades kann die Figur zum Leben erweckt werden.
Wird die Kurbel ein wenig nach rechts oder links gedreht, nimmt der Herr im Smoking seinen Hut ab und weist den Besuchern den Weg in Richtung Innenstadt. So soll die Figur neugierig machen auf das, was Soltaus Besucher und Urlauber in der Innenstadt erwartet: „Erlebnis-Einkaufen“, wie es Ruhkopf beschreibt.
Entworfen hat das neue Spielraum-Objekt Designer Michales Stapf vom Chemnitzer Büro Laurin Zwo. Ruhkopf unternahm einen ersten Probeversuch und stellte fest: „Da kann sich niemand verletzen“. Doch Stapf bremst Ruhkopf in seinem Tatendrang. Denn der Fuß des Pfahls, auf dem die Figur steht, ist erst kurz zuvor mit Beton umschlossen worden. Und der ist noch nicht ausgehärtet. Doch spätestens zur Einweihung des Georges-Lemoine-Platzes am Donnerstag werden die Besucher ihren Spieltrieb freien Lauf lassen können.
Das „Unikat“ werde starken Belastungen ausgesetzt sein, so Designer Stapf. Deshalb bestehe die innerhalb von drei Monaten gefertigte Figur samt Pfahl aus Edelstahl, welcher mit wetterfestem Lack beschichtet sei. Die Mechanik müsse „jahrzehntelang“ funktionieren. Ein Teflonlager soll für die nötige Stabilität sorgen. Das Gerät werde zudem einmal jährlich gewartet.
Die Begrüßungsfigur soll die Besucher noch länger in der Innenstadt halten. Sie wird auch als weiterer Punkt in die wöchentliche Stadtführung eingebunden. Noch hat der neue „Stadtdirektor“, wie Ruhkopf das Spielobjekt scherzhaft nannte, keinen Namen. Für Vorschläge sei die Stadt jedoch dankbar.
Quelle: Böhme Zeitung