Zugbrücke im Hagen

Mai 2008: EU gibt Geld für drei Projekte


Soltau erhält 1,1 Millionen Euro für Innenstadt und Böhme-Park


Fußgängerzone, Spielmuseum und Böhme-Park – für drei Projekte erhält die Stadt Soltau Geld aus den Fördertöpfen der Europäischen Union (EU). Von den insgesamt zehn Maßnahmen auf der „Wunschliste“ des Integrierten Städtischen Entwicklungskonzeptes (ISEK) werden drei Vorhaben bezuschusst. Dafür erhält die Stadt nach Worten von Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf 1,1 Millionen Euro. „Der Bewilligungsbescheid liegt vor.“

Damit finanziert die EU mit ihrer Strukturförderung die Vorhaben zu jeweils 75 Prozent. Ein Viertel muss die Stadt selbst aufbringen – und hat das Geld laut Ruhkopf auch schon im Haushalt vorgesehen.

Als ein Projekt will die Stadt den Georges-Lemoine-Platz umgestalten und besser an die Fußgängerzone anbinden. Geld gibt es aber „nur für die kleine Lösung“, bedauerte Ruhkopf. Die Planungen, den Platz mit einer dreiecksförmigen Segeldachkonstruktion zu überspannen, werden nicht bezahlt. Stattdessen wird die Fußgängerzone optisch verlängert, der Georges-Lemoine-Platz – inklusive des früheren Böhmheide-Stücks – soll „nicht mehr wie eine abgehängte Straße aussehen“, erläuterte Ruhkopf. Dabei will die Stadt gleichzeitig einen Platzcharakter entwickeln, dazu Elemente des Spielraum-Konzeptes verwirklichen. So schlägt das Konzept beispielsweise vor, ein großes Schachspiel oder eine Boule-Bahn anzulegen. Wie der Georges-Lemoine-Platz aber genau aussehen soll, muss laut Ruhkopf noch der Rat diskutieren – ebenso wie die genaue Gestaltung der anderen Projekte.

Gefördert wird außerdem das Spielmuseum. Geplant ist eine verbesserten Eingangssituation und der Bau eines Fahrstuhlturmes für das derzeit nicht behindertengerechte Haus.

Als drittes Projekt ist die Umgestaltung des Böhme-Parks vorgesehen. Die Anlage soll nach Worten des Bürgermeisters zu einem Familienpark entwickelt werden – ebenfalls mit Spielraum-Stationen.

Die übrigen ISEK-Vorhaben – wie die Illumination von Gebäuden, die Rettung der alten Ratsmühle oder eine Schlittschuhbahn aus Kunststoffplatten – fördert die EU zwar nicht. Die Stadt will weitere ISEK-Maßnahmen aber dennoch Stück für Stück verwirklichen, so Ruhkopf. Nach dem Bewilligungsbescheid darf Soltau dabei auch Fördermittel, die bei den drei bewilligten Projekten nicht verbraucht werden, nutzen.



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Ihre Ansprechpartner
Stadt Soltau
Bürgermeister Wilhelm Ruhkopf

05191 82-100
Interessante Weblinks
LINK: Öffentliche Ratsvorlage zum Planungskonzept Böhmepark Nr. 13/2010
(https://ris.stadt-soltau.de/download.asp?file_id=5260)

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