Stadt Soltau

Die Stadtgeschichte von Soltau


{FOTO Wandbild Burg Soltau}

Als „curtis salta“ (Hof an der Salzaue) wurde Soltau in einer Schenkungsurkunde Ottos des Großen im Jahre 936 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. (Näheres siehe hier:

Aus dem einstigen Erbgut der Karolingerzeit entwickelte sich von der St. Johanniskirche aus in nordöstlicher Richtung das Dorf „Soltowe“, das 1383 zum Schutz vor Raubrittern in die Nähe einer burgähnlichen Befestigung am Zusammenfluss von Böhme und Soltau verlegt wurde. Seither haben Militär und Kriegsfolgen bis in die jüngste Geschichte hinein Einfluss auf Soltaus Entwicklung genommen.

Schon fünf Jahre nach der Verlegung wurde im Friedensvertrag des Lüneburger Erbfolgekrieges der Abbruch der „Burg“ bestimmt. Nahezu gleichzeitig erhielt Soltau am 15. Juli 1388 das Stadtrecht und damit die Pflicht, die Stadt eigenverantwortlich zu schützen. Im Jahre 1511 wurde Soltau durch einen Brand völlig vernichtet. Bereits acht Jahre später drohte der Stadt während der Hildesheimer Stiftsfehde die erneute Zerstörung.

{FOTO Notgeld Soltau - Vorderseite}

Einer Sage nach soll es nur der List des beherzten Bürgers und Ritters Harm Tyding, der den anrückenden Braunschweigern die Lagerung eines großen Lüneburger Heeres vortäuschte und sie zur Umgehung Soltaus veranlasste, zu verdanken sein, großes Unheil von der Stadt abzuwenden. Die historischen Quellen belegen eine andere Geschichte: Der Umweg der Braunschweiger führte zu einem Zusammentreffen beider Heere auf dem „Wiehe Holt“ (nordwestlich von Soltau) und zu einem Gefecht, das 1519 als „letzte Ritterschlacht Norddeutschlands“ in die Geschichte eingegangen ist.

Die erneute Zerstörung Soltaus erfolgte dann im Dreißigjährigen Krieg. Lediglich ein Gebäude (Hagen 8) ist aus jener Zeit erhalten geblieben. Die Spuren des Krieges und die Besetzung durch schwedische Truppen dokumentiert noch heute der Ellinger Grenzstein.

 

{FOTO Notgeld Soltau - Rückseite}

Bereits 1712 wurde Soltau erstmals Garnisonsstadt. Während der napoleonischen Eroberungszüge war Soltau französische Grenzstadt zum Königreich Westfalen. Zur Zeit des Königreiches Hannover begann in Soltau der wirtschaftliche Aufschwung.

1913 wurde die königliche Offiziersreitschule an der Winsener Straße in Soltau gegründet. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde 1914 in unmittelbarer Nähe der Stadt das größte Kriegsgefangenenlager Deutschlands errichtet. In den letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkrieges richteten alliierte Luftangriffe in Soltau schweren Schaden an.

Im April 1945 wurden über 90 KZ-Häftlinge, die aus Transportzügen zunächst hatten entfliehen können, durch Angehörige nationalsozialistischer Organisationen, Soldaten der Wehrmacht und Soltauer Bürger ermordet. In Erinnerung an dieses Verbrechen hat die Stadt Soltau im April 2007 ein Mahnmal am Oeninger Weg errichtet.

{FOTO Soltau, Kirchstr.}

Von 1949 bis 1993 war Soltau britische Garnisonsstadt. Nach dem Ende des Kalten Krieges und der Entspannung zwischen Ost und West wurden 1993 die britischen Soldaten aus der Kaserne an der Winsener Straße abgezogen und somit nach nahezu 300 Jahren die Militärpräsenz in Soltau beendet. Als erste Kommune Deutschlands übernahm Soltau im selben Jahr dieses ehemalige Kasernengelände. Im Rahmen einer Konversion wandelte die dafür gegründete stadteigene Tochter „Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH Soltau“ (AWS) sukzessive die bislang militärisch genutzten Flächen für eine private Nutzung um. Heute finden sich auf dem Gelände neben Wohnungen, Büro- und Praxisräumen auch ein Brauhaus-Erlebnisgastronomie und das moderne Veranstaltungszentrum „Alte Reithalle“ mit Platz für über 1.000 Besucher bei Konzerten, Feiern und Kongressen.

1978 eröffnete vor den Toren Soltaus der heute über 850.000 m² große Heide Park Soltau, Norddeutschlands größter Freizeitpark, der mit seinen spektakulären Fahr-attraktionen und Angeboten alljährlich mehr als 1,5 Mio. Besucher in die Lüneburger Heide lockt.

Weitere touristische Highlights sind die Soltau-Therme, die seit 1990 jährlich mehr als 400.000 Besucher in die Sole-Therme lockt, und das Spielmuseum Soltau, das 1984 aus einer privaten Sammlung hervorgegangen ist und dessen einzigartige Exponate aus vier Jahrhunderten ein Stück Spielzeug- und Kulturgeschichte erzählen. Das Glanzstück der Ausstellung ist Dingley Hall, ein drei Meter breites und zwei Meter hohes Puppenhaus, das 2003 bei Christie’s in London ersteigert wurde. Dieses Exponat ist jedoch nur Teil einer in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragenen wertvollen Sammlung.

Seit 1996 wird in Soltau über den Bau eines 10.000 m² großen Factory-Outlet-Centers (FOC) direkt an der Autobahn 7 in Soltau-Harber diskutiert. Zunächst scheiterte die Stadt mit diesem Projekt vor Gericht. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Hannover gab 2009 die Entscheidung bekannt, dass Soltau den Zuschlag für den Bau des Factory-Outlet-Centers bekommen hat. Es ist geplant, das Center im Frühjahr 2012 für die Besucher zu öffnen.

Der Stadtmarketingprozess von 1999 bildet den Ausgangspunkt des Konzeptes „Spielraum Soltau“ mit der Entwicklung eines Leitbildes, das mit einem Kreisel als Logo, der für Dynamik und Bewegung steht, zum Ausdruck gebracht wird.

Der Spielraum ist das Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, um Soltau weiter zu entwickeln und attraktiver und interessanter für seine Bewohner und Gäste zu machen.

In der Innenstadt finden sich einzigartige und ansprechende Spielinstallationen, die Groß und Klein zum Mitmachen und Verweilen einladen. 2006 wählte das Deutsche Kinderhilfswerk Soltau zur Modellkommune für das Projekt „Spiel! Platz ist überall“ aus.

An der Attraktivität der Innenstadt arbeiten die Stadt und die Kaufleute kontinuierlich Hand in Hand. Die einzige Fußgängerzone im Umkreis von 50 km ist der Mittelpunkt für Handel, Gastronomie und den „Spielraum Soltau“.


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