Gemeinsam stark für die Umwelt – Projekt der Kita Stalmannstraße

27.04.2021,

Die Kinder beim MüllsammelnDer Bezug zur Natur hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Zeitliche Einschränkungen, aber auch mangelndes Interesse führen häufig dazu, dass ein großer Teil der Freizeitaktivitäten im häuslichen Bereich stattfindet und nur wenige Möglichkeiten für Naturerfahrungen bleiben. Gerade Kinder kommen immer seltener in den Genuss, die Natur für sich zu entdecken. Aber genau diese Begegnungen bilden eine entscheidende Grundlage für natur- und umweltbewusstes Handeln.

Die städtische Kindertagesstätte Stalmannstraße hat in diesem Rahmen feste Waldwochen und Naturausflüge in ihrer Konzeption verankert. Nicht zuletzt haben sie ein mehrwöchiges Naturprojekt zur Unterstützung der heimischen Wild- und Vogelwelt durchgeführt. Dabei haben sich die Kinder mit den Lebensraumansprüchen der Tiere beschäftigt und mögliche Handlungsansätze erarbeitet.

Neben der Errichtung eines Igel-Hotels im Böhmewald und dem Frühjahrsputz von alten Nistkästen ging es unter anderem um die Fragen, wie Vogeleltern ihre Jungen aufziehen und welches Futter für die Vögel benötigt wird um gut durch die kalten Wintermonate zu kommen. Daran anknüpfend haben die Kinder eigene Futterstationen angefertigt und diese für die Vögel gut erreichbar im Außengelände der Kita und in heimischen Gärten platziert.

Ferner haben sich die Kinder mit Handschuhen und Zangen als Müll-Detektive auf den Weg gemacht um den Böhmewald und die Umgebung rund um die Kita von fälschlicherweise liegengelassenen Abfällen zu befreien. Neben den „Klassikern“ wie Taschentüchern, diversen Plastikabfällen und Zigarettenschachteln sind auch Neuzeitphänomene wie Schutzmasken, Glasflaschen sowie Autoreifen und ganze Möbelstücke in ihrer Müll-Sammlung gelandet.

Spitzenreiter bildeten diesbezüglich allerdings die mit Hundekot gefüllten Plastikbeutel, die von den Hundebesitzern am Wegrand oder in Büschen liegen gelassen wurden. Damit die Kinder auch in Zukunft ohne unnötige Gefahrenquellen spielen können, hat sich die „blaue Gruppe“ vorgenommen, solche Müll-Aktionstage in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Es ist wichtig, dass solche Projekte weiterentwickelt und ausgebaut werden, damit die Bedeutung von Naturschutz wieder verstärkt in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt und das Ökosystem nachhaltig gesichert wird.

Abschließend möchten die Kinder ein paar persönliche Worte an die Leser richten:

„Die Natur soll wieder normal werden und nicht wegen Scherben abbrennen.“ (Thore, 6 Jahre)

„Man darf keinen Müll in die Natur werfen, weil sonst kriegen die Tiere Bauchschmerzen und das kann auch giftig für die sein!“ (Joshua, 6 Jahre)

„Glas kann ganz gefährlich werden, weil dann beim Spielen so Splitter in unsere Haut kommen!“ (Joshua, 6 Jahre)

„Wenn der Müll da liegt, dann dauert das ganz viele Tage bis der von alleine wieder weg geht.“ (Joshua, 6 Jahre)

„Man soll gar nicht im Wald Zigaretten rauchen, weil sonst fängt die Natur Feuer und die Tiere werden auch krank wenn die das essen.“ (Matteo, 6 Jahre)

„Ich möchte nicht, dass Ihr euren Müll auf dem Spielplatz liegen lasst weil das stinkt ganz doll.“ (Bela, 5 Jahre)