Die Planungen zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs an der Walsroder Straße schreiten weiter voran. Ziel bleibt eine sogenannte Troglösung, bei der die Walsroder Straße künftig unter den Gleisen hindurchgeführt wird. Hintergrund sind die künftig deutlich steigenden Zugzahlen und die bereits heute hohen Verkehrsbelastungen am Bahnübergang. In den vergangenen Wochen konnten weitere wichtige Planungsschritte angestoßen und konkretisiert werden.
Quartiersplanung mit hoher Priorität
Die Stadt Soltau arbeitet derzeit intensiv an der sogenannten Quartiersplanung. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen auf die Verkehrsführung im betroffenen Umfeld untersucht.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie alternative Wegeführungen gestaltet werden können, wenn die Straße „Am Bahnhof“ künftig nicht mehr direkt angebunden wird. Besonders relevant sind dabei:
- die Erreichbarkeit des Ärztehauses
- die Anbindung des Rewe-Marktes
- sowie die Veränderungen der Verkehrsströme im gesamten Quartier
Nach den aktuellen und bereits vom Straßenbaulastträger freigegebenen Planungen bleibt die Zufahrt zum Ärztehaus grundsätzlich weiterhin über die Walsroder Straße möglich. Die konkrete Ausgestaltung wird jedoch erst in den nächsten Planungsschritten festgelegt.
Für die Anbindung des Rewe-Marktes sowie die zukünftige Verkehrsführung werden derzeit gemeinsam mit einem Planungsbüro verschiedene Lösungsansätze geprüft.
Bauleitplanung startet in die nächste Phase
Auch die notwendige Bauleitplanung wird weiter vorangebracht. Voraussetzung für die spätere Umsetzung des Trogbauwerks ist ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren.
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Soltau hatte bereits im Februar den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Inzwischen wurde ein externes Planungsbüro mit der Erarbeitung beauftragt.
In der Sitzung des Bauausschusses am 2. Juni 2026 wurde nun der Vorentwurf des Bebauungsplanes Nr. 134 „Walsroder Straße zwischen Rühberg und Tetendorfer Straße (Bahnunterführung)“ für die frühzeitige Beteiligung gebilligt. Die Beteiligung der Öffentlichkeit wird zeitnah starten.
Die entsprechenden Unterlagen sind in Kürze online abrufbar.
Offener Austausch mit Eigentümerinnen und Eigentümern
Parallel dazu hat die Stadt bereits zahlreiche Gespräche mit unmittelbar betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern geführt. Die Gespräche verlaufen nach Angaben der Verwaltung offen und vertrauensvoll. Auf dieser Grundlage sollen die unterschiedlichen Lösungsansätze weiterentwickelt werden.
Weitere Abstimmungen mit Bahn, Land und Landkreis
Neben den städtischen Aufgaben laufen weitere Abstimmungen mit den zuständigen Partnern. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) sowie die Deutsche Bahn arbeiten an der konkreten Planung des Bauwerks. Der Stadt liegt inzwischen ein erster freigegebener Entwurf für ein mögliches Trogbauwerk vor. Dieser dient nun als Grundlage für die weiteren Planungen.
Besonders wichtig bleibt dabei die Sicherung der Grundstückserschließungen entlang der Walsroder Straße. Zudem werden derzeit Lösungen für den Geh- und Radverkehr erarbeitet, da nach aktuellem Stand keine direkten Geh- und Radwege durch das Trogbauwerk geführt werden sollen.
Auch zur künftigen Anbindung der Visselhöveder Straße laufen weiterhin Abstimmungen zwischen der Stadt Soltau und dem Landkreis Heidekreis. Der Landkreis arbeitet aktuell an möglichen Vorzugsvarianten für eine alternative Anbindung an die Walsroder Straße.
Die Stadt Soltau wird auch weiterhin regelmäßig über neue Entwicklungen informieren. Auf der Online-Beteiligungsplattform Mitmachen.Soltau.de können Sie dem Projekt folgen.